Vom Ruthli zu Ruth Sara Meyer
Aufgewachsen auf dem Land
dann verheiratet mit einem Meyer, dessen Name mir bis heute geblieben ist. rusameyer leitet sich ab aus Ruth Sara Meyer.
Vom Fräulein zur Grossmutter
Jung verheiratet zu sein, stärkte den gesellschaftlichen Status. Der Status geschieden später war nur für die Herkunftsfamilie ein Problem. Der tägliche Umgang mit zwei Ehemännern (nacheinander), drei Kindern, sechs Enkelkindern und diversen rat- und hilfesuchenden Personen hielt und hält mich auf Trab und fordert meine Neugier an der Entwicklung von Menschen bis heute heraus. Auch bin ich die Leseratte geblieben, die ich schon als Kind war. Vorlesen, Geschichten erzählen, Bücher lesen, selber schreiben, das ist mein Lebenselixier. Und seit ich pensioniert bin und keine Enkel mehr habe, die sich von mir vorlesen lassen mögen, habe ich wieder Zeit für dicke Bücher und fürs Schreiben.
Von der Erzieherin zur Persönlichkeitsbildnerin
Zwei Tage nach der Maturitätsfeier trat ich meine erste Stelle als Praktikantin in einem Kinderheim an. Das war die einzige Möglichkeit, die ich sah, um so schnell wie möglich finanziell auf eigenen Füssen zu stehen. Dort entstand mein Interesse an Pädagogik, das Studium dauerte etwas länger, weil ich daneben bereits an zwei eigenen Kindern persönlich wachsen durfte und musste. Wiederum die finanzielle Not führte mich in den Bereich der arbeitsmarktlichen Massnahmen. So beschäftige ich mich seit über dreissig Jahren mit emotionaler Intelligenz, mit der Entwicklung von sozialen und persönlichen Fähigkeiten und mit der Kompetenzanbahnung.
Von der Nachhilfelehrerin zur Ausbilderin von Ausbildenden
Seit der Gymnasialzeit habe ich immer andere bei ihrem Lernen unterstützt. Seit rund 40 Jahren unterstütze und bilde Lehrpersonen aller Art weiter. Begonnen hatte das mit Train the Trainer Kursen im Informatik-Bereich. Geendet hat meine Berufslaufbahn mit der Tätigkeit als Kursleiterin in der Ausbildung für Ausbildende vom Zertifikat SVEB1 bis zur Diplomstufe. Daraus ist eine Fülle von Handreichungen und Materialien zur Erwachsenenbildung entstanden, die dazugehörige Webseite ist arbowis.ch.
Von der Firmeninhaberin zur Auditorin für Schulen
Als Arbeitslose machte ich mich selbstständig. Ich kämpfte mich durch Rechts- und Paragraphen-Dschungel, zum Glück gab es 1998 einen guten Treuhänder, der mir freundschaftlich half, ohne Geld dafür zu verlangen. Und einen guten Freund, der sich in Betriebswirtschaft auskannte. Mein Interesse für Qualitätsmanagement fiel auf fruchtbaren Boden, während der letzten 15 Jahre meiner Berufstätigkeit war ich als Auditorin für Schulen der Erwachsenen- und Berufsbildung tätig.