Jugendliche

Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden.

Pearl S. Buck

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Wie wir inzwischen wissen, wird das Gehirn in der Pubertät umgebaut. Sozial- und Selbstkompetenzen werden dann neu gelernt. Neue Verbindungen im Gehirn müssen gebahnt und ausgebaut werden – dies geschieht einzig und allein durch wiederholtes Üben. Die Reibungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen zeugen von dieser intensiven Auseinandersetzung und Entwicklung.

 

 

Sein Lehrer Ende Primarschule sah kaum eine Zukunft für Yven. Seine schulischen Leistungen im Keller, sein Verhalten auffällig. Vier Jahre später - wo steht Yven? Konnte er sich stabilisieren?

Aktuelle Forschungen zeigen, dass sich das Gehirn länger entwickelt und verändert, als man bisher angenommen hat. Der präfrontale Kortex (Hirnrinde) reift langsam und dessen Entwicklung kommt erst im Erwachsenenalter zum Abschluss. Stimulierte, also immer wieder betroffene Bereiche entwickeln sich eher. Ausserdem zeigt die neuere Forschung im Bereich Lerntheorien und Lernphysiologie auch, wie unterschiedlich Menschen lernen. Demnach ist das Lebensalter ein wichtiger Faktor beim Lernen.

Das Jugendalter ist eine sehr intensive Entwicklungsphase, in der aus Kindern Erwachsene werden. Es birgt einiges an Klippen und für Jugendliche und ihre Bezugspersonen. Wer mit Jugendlichen zu tun hat, sollte deshalb aufmerksam auf Entwicklungskrisen achten.

Kennen Sie das? Aus einem zufriedenen aufgestellten Schulkind wird ein bockiger grosser Junge, aus der verträglichen Kleinen eine zickige Grosse, der Mama nichts recht machen kann. Lassen Sie sich nicht verunsichern, das muss so sein.